World English Bible (katholisch)
- Art
- Übersetzung
- Sprache
- Englisch
- Kanon
- 71 Bücher (vollständiger Kanon)
- Psalmen
- Hebräische Zählung
- Joel und Maleachi
- Westliche Einteilung (Joel in 3 Kapiteln, Maleachi in 4)
- Lizenz
- Gemeinfrei
Geschichte
Dieser Text wird noch korrigiert: Das Projekt erhält weiterhin Hinweise auf Druck- oder Übersetzungsfehler und veröffentlicht neue Fassungen. Die World English Bible ist eine Revision der American Standard Version von 1901, angefertigt von Michael Paul Johnson bei eBible.org. Das Alte Testament folgt der Biblia Hebraica Stuttgartensia, das Neue Testament dem griechischen Mehrheitstext statt dem kritischen Text, auf dem die American Standard Version beruhte.
Die Idee war, dass jeder sie benutzen kann, ohne um Erlaubnis zu fragen. Das Projekt sagt es unumwunden — “The World English Bible is in the Public Domain. That means that it is not copyrighted” — und die einzige Einschränkung betrifft den Namen, der eine eingetragene Marke bleibt, damit niemand einen veränderten Text unter diesem Titel veröffentlicht. Der Beweggrund ist ein anderer als bei den älteren Ausgaben dieser Website: Die Douay-Rheims entstand aus einer Kontroverse, die Vulgata Clementina aus einem Textproblem, und diese hier entstand, damit es eine Bibel in modernem Englisch gibt, die jeder frei nachdrucken kann.
Die katholische Ausgabe verwendet dasselbe Englisch, ordnet die Bücher in der katholischen Reihenfolge und ersetzt das „Yahweh“ der gewöhnlichen World English Bible durch “LORD” und “GOD” in Großbuchstaben, wie es die Überlieferung verlangt. Die deuterokanonischen Bücher stammen aus einer anderen Quelle: Das Projekt leitet sie aus den Apokryphen der Revised Version und aus Brentons Septuaginta ab, der griechischen Ausgabe in eben dieser Sammlung.
Zwei Bücher fehlen in dieser Ausgabe, Ester und Daniel, und das Problem liegt nicht in der Übersetzung. Die veröffentlichte Ausgabe enthält beide in der längeren griechischen Form, mit den Abschnitten, die es im Hebräischen nicht gibt, und kennzeichnet sie mit den Codes, die für diese griechischen Fassungen verwendet werden. Das Importprogramm dieser Website akzeptiert eine feste Liste von Buchcodes und verwirft, was es nicht erkennt. Beide Bücher sind in der Douay-Rheims und in der Vulgata Clementina vollständig.
Kuriositäten
Die deuterokanonischen Bücher dieser Ausgabe klingen nicht wie die der Douay-Rheims, und der Grund ist, dass die beiden über verschiedene Sprachen hereinkamen. Tobit beginnt in dieser Ausgabe so: “The book of the words of Tobit, the son of Tobiel, the son of Ananiel, the son of Aduel, the son of Gabael, of the seed of Asiel, of the tribe of Naphtali”. Der Wortlaut folgt eng dem Griechischen der Brenton-Ausgabe, bis hin zur Wendung “of the seed of”, die ἐκ τοῦ σπέρματος übersetzt. Die Douay-Rheims, die das Latein des Hieronymus wiedergibt, beginnt anders: “Tobias of the tribe and city of Nephtali, (which is in the upper parts of Galilee above Naasson...)”. Auch die Fassung von Pater Matos Soares, ebenfalls aus dem Lateinischen übersetzt, beginnt mit dem Stamm und der Stadt.
Im Neuen Testament zeigt sich dieselbe Trennlinie von der anderen Seite. In Apostelgeschichte 8 geht diese Ausgabe von der Frage des Kämmerers — “What is keeping me from being baptized?” — direkt zum Anhalten des Wagens über. Das Glaubensbekenntnis, das zwischen diesen beiden Momenten steht, Vers 37, findet sich in der Ausgabe des Textus Receptus wie auch in denen der Douay-Rheims und von Matos Soares, nicht aber in dieser Ausgabe.
Quellen
- World English Bible — die eigene Darstellung des Projekts: Grundtext, Quellen, Bedingungen der Gemeinfreiheit und was sich in der katholischen Ausgabe ändert
- World English Bible (Catholic) bei eBible.org — die Digitalisierung, von der diese Website ausgeht, und der Hinweis, dass diese Ausgabe Ester und Daniel mit den griechischen Teilen enthält